Gith, Rolf low light 2013-2016

Gith, Rolf low light 2013-2016

1950 in Hamburg

Von 2013 bis 2016 arbeitet der Künstler an seinem dritten Werkblock „low light“. Dieser wurde, zeitgleich mit der Veröffentlichung seines Buches“low light“, am 6. Oktober 2016 bei KunstKontor der Öffentlichkeit präsentiert. 

Rolf Gith hat an diesen 6 Werken, großformatige Arbeiten im Format 150 x 150 cm, fast vier Jahre lang gearbeitet! Jedes seiner realistischen Werke entsteht im Atelier von Rolf Gith in monatelanger Arbeit. Nachdem er seine Objektmodelle in Natura gebaut hat überträgt er in der Vorzeichnung die Dimensionen auf die Leinwand. Hier entsteht die Vergrößerung als „Blow-up“ - die Transformation  der Formen in eine neue Dimension. In weiteren Untermalungsschichten trägt er lasierende Eitemperafarbe auf und lässt so seine faszinierende Farbwelt, wie auch die Lichtverhältnisse entstehen. Erst ganz zum Schluss trägt er eine dünne, lasierende Schicht von Ölfarben auf und erschafft so die besondere Farbtiefe und Präsenz seiner wertvollen Werke. 
 
Wie in den vorangegangenen Serien studiert Gith minutiös die Effekte von Licht und Schatten auf den Gegenständen. Erstrahlten die letzten Bilder des vorangegangenen Werkblocks in fast klinisch reinem, weißen Licht, so fokussiert Rolf Gith im aktuellen Zyklus sein Thema: „low light“, d.h. „Restlicht“ als reduzierte Helligkeit. Rolf Gith beobachtet malerisch präzise, wie die vertrauten Objekte in abgedunkelter Umgebung erscheinen, an welchen Stellen im schwächer werdenden Licht die Form anfängt ihre Gestalt zu verlieren und wo der Glanz der Farben allmählich erlischt.
 
Rolf Gith bleibt seinem Prinzip treu und inszeniert in den ersten drei Bildern von „low light“ Stillleben, bestehend aus verschiedenen, kleinformatigen Objekten. Harmonisch setzt er die dargestellten Früchte, Stäbe, Tierschädel und Materialien wie Klarsichtfolie oder Kordel  unter wechselnden Lichtverhältnissen vor dunklem Hintergrund ins Bild.
 
Die letzten drei Gemälde, von ihm „Lebensbilder“ genannten Werke thematisieren Familiengeschichte und verdichten bildlich die Lebenswege seines Großvaters, seines Vaters und seiner selbst. Rolf Gith inszeniert in diesen Arbeiten jeweils Gegenstände und Motive, die stellvertretend für entscheidende Lebensabschnitte und Charaktereigenschaften der Persönlichkeiten stehen. Damit fügt er dem engen Spektrum der Gegenstandsmalerei eine erzählerische Komponente hinzu und überschreitet die Gattungsgrenzen des Stilllebens. Im „Restlicht“ ruft der Maler individuelle Erinnerungen wach und reflektiert zugleich die Grundlagen seiner Malerei auf neuartige Weise.
 
low light no. one low light no. two low light no. three low light no. four low light no. five low light no. six
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